Waffeleisen Geschichte - aus dem Mittelalter zur digitalen Revolution

Die Waffeleisen Geschichte

Der erstmalige Gebrauch eines Waffeleisens geht nach aktuellem Forschungsstand bis in das 12./13. Jahrhundert zurück. Damals waren die Waffeleisen vor allem in Frankreich weit verbreitet. Außerdem fand man Hinweise darauf, dass sich das Waffeleisen um 1300 auch in den Niederlanden verbreitet hat und ab dem 14. Jahrhundert auch in gesamt West- und Mitteleuropa bekannt wurde. Auch in Österreich, Italien und der Schweiz wurden die Waffeleisen geschmiedet und gern genutzt. Erfahren Sie hier mehr über die Waffeleisen Geschichte. 

Die Waffeleisen Geschichte

Früher, wie auch heute, besteht das Waffeleisen jeweils aus zwei Eisenplatten, die aneinander gepresst werden. Die Außenseiten dieser Eisenplatten sind meist glatt bzw. schlicht gehalten. Die Innenseiten jedoch haben meist verschiedene Motive oder Muster. Sehr häufig sind dies Wabenmuster, Dreiecksmuster, Inschriften oder Bildmotive.

Beide Eisenplatten sind üblicherweise zangenartig mit einem Scharnier verbunden, sodass es eine untere Eisenplatte und eine obere Eisenplatte gibt. Zusätzlich sind diese Eisenplatten mit Griffen ausgestattet, sodass man bspw. die obere Eisenplatte anheben kann, ohne sich die Finger zu verbrennen. Früher waren diese Griffe notwendig, um genügend Abstand vom Feuer zu halten, da die Eisenplatten direkt in bzw. über das Feuer gelegt wurden.

Seit dem Mittelalter wurden die Waffeleisen von Hand geschmiedet. Ab der Zeit der Industrialisierung im späten 19. Jahrhundert begann man, die Eisenplatten für die Waffeleisen in einem sogenannten Gesenk zu schmieden. Später dann begann die serielle Fertigung aus Gusseisen, die vorerst häufig ohne individuelle Muster oder Bilder auskam.

Die heutigen modernen Waffelautomaten müssen natürlich nicht mehr in Feuer gelegt werden, sondern werden elektrisch betrieben und erhitzt. In der Regel sind alle modernen Waffeleisen auch mit einer speziellen Antihaftbeschichtung ausgestattet, die ein Ankleben der Waffelmasse verhindern sollen. Hinzu kommen komfortable Funktionen wie ein Temperaturregler, viele verschiedene Formen, Muster und auch Motive. So gibt es heute beispielsweise Waffeleisen in eckiger oder runder Form.

Wofür man ein Waffeleisen gut gebrauchen kann

Mit dem erstmaligen Auftreten der Waffeleisen (bzw. früher noch „Backeisen“) war es den Menschen möglich, die gern gesehenen und gegessenen üblichen runden Teigfladen zusätzlich mit schönen Mustern oder Motiven zu verzieren. Wollte man zuvor einen solchen Teigfladen verziert haben, musste man jeden einzelnen Fladen einzeln behandeln, indem er bestreut, bemalt oder bestempelt wurde. Mit den ersten Waffeleisen war dies nicht mehr notwendig.

Das führte auch dazu, dass es von da an möglich war, große Mengen an Teigfladen zu backen. Dadurch waren Teigfladen / Waffeln auf vielen Festen und Veranstaltungen gern gesehen – beispielsweise bei Jahresfesten, Hochzeiten oder zu kirchlichen Festtagen (Hostien).

Heute werden Waffeleisen (oder auch Waffelautomaten)  für den privaten und gewerblichen Gebrauch genutzt. Die Zusammensetzung der jeweiligen Waffelmasse ist von Region zu Region und je nach individuellem Geschmack unterschiedlich.

Manch einer isst Waffeln gern einfach mal so, andere bereiten sie sich zum Frühstück, wiederum andere stellen Waffeln besonders gern für Familienfeste oder andere Feierlichkeiten als leckeren „Schmankerl“ her. Mit den heutigen Geräten können die Waffeln außerdem schon in nur wenigen Minuten gebacken werden.

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